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Aktuelles bei SOMM

Veranstaltung Niunamenos Austria zu Gast bei SOMM

Unsere Selbstorganisation hatte am 29.9.2018  zwei Kolleginnen von NIUNAMENOS AUSTRIA zu Gast. Bereits am Vormittag stellten sie ihre Ideen und Aktivitäten im Basisbildungskurs vor, zu dem die Teilnehmerinnen extra am Samstag gekommen sind. Mit den Kursteilnehmerinnen entwickelten sich sehr interessante Gespräche über Gewalterfahrungen und Strategien gegen Gewalt. Die Frauen wollten aber auch von den beiden Niunamenos-Vertreterinnen wissen, was man gegen andere strukturelle Formen von Gewalt wie Abschiebungen tun könnte.

Am Nachmittag konnten die Besucherinnen ausführliche Präsentationen der beiden Kolleginnen hören und sehen. Der Begriff des Femizids, nämlich der beabsichtigten Tötung von Frauen, wurde erörtert. Auf der ganzen Welt sind Frauen Opfer von patriarchaler Gewalt, Mord an Frauen ist die Spitze des Eisberges dieser Gewalt. Verharmlosend werden diese Morde auch hierzulande als Eifersuchtsdelikte in den Medien dargestellt anstatt sie als Femizid zu benennen. Im Gegensatz zu Österreich fand beispielsweise in Peru bereits der Begriff des Femizid Einzug ins Strafgesetzbuch. Dies ist der Bewegung Niunamenos zu verdanken, welche von Mexiko ausgehend von Argentenien den gesamten südamerikanischen Kontinent erfasst hat. Die Frauen sagen: "Es reicht! Keine Frau mehr soll ermordet werden!". Niunamenos ist ein kollektiver Aufschrei gegen Gewalt an Frauen. Südamerikanische Frauen, welche nach Österreich ausgewandet sind, gründeten Niunamenos Austria, mit dem Ziel auch in Österreich die Bewegung gegen Morde an Frauen zu stärken. Denn ebenfalls in Österreich wird im Durchschnitt fast wöchentlich eine Frau von ihrem (Ex-)Partner ermordet.

Niunamenos engagiert sich dafür, einen Frauenstreik zu organisieren. Von Niunamenos erfuhren wir auch von der unglaublichen sexualisierten Gewalt, welche marokkanische Erntehelferinnen in Spanien erleiden müssen - eine Form von Gewalt, die unmittelbar mit uns zu tun hat, denn ihr geerntetes Gemüse landet bei uns in den Supermärkten. Sie erzählten aber auch wie spanische solidarische Frauen diese Erntehelferinnen unterstützten und gemeinsam mit ihnen gegen die Gewalt kämpften. Dies wird in dem Film Er kommt am Abend dokumentiert - ein Film, denn jedeR anschauen sollte!

Mehr über Niunamenos könnt ihr auf ihrer Homepage und Facebook erfahren: https://osterreichnum.wordpress.com/ und https://www.facebook.com/events/628761783990225/

Es war ein Tag mit einem interessanten Austausch von Selbstorganisation zu Selbstorganisation! Mit dem Resumee: Feministische Kämpfe müssen antirassistisch sein!

 

 

 

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SOMM wehrt sich gegen Polarisierung und Rassismus

Passend zu Schulbeginn wurde in den Mainstreammedien einer Lehrerin sehr viel Raum für ihr kürzlich veröffentlichtes Buch "Kulturkampf im Klassenzimmer" eingeräumt. SOMM kritisiert diese polarisierenden Tendenzen und sieht in der Reduktion von Kindern und Jugendlichen auf ihre Religion eine Kulturalisierung von sozialen Problemen, eine Spielart von Rassismus. Beim Menschenrechtsbeirat am 14.9.2018 hatten Vertreterinnen von SOMM gemeinsam mit anderen muslimischen MitbürgerInnen die Gelegenheit ihre Sichtweise darzulegen. 

Hier finden Sie eine Stellungnahme von SOMM zum postulierten Kulturkampf in Österreichs Schulen.

Auf Intervention des Menschrechtsbeirates kamen nun auch muslimische Menschen in der Kleinen Zeitung zu Wort, unter ihnen auch die Obfrau von SOMM Khatera Sadr. Hier finden Sie den Artikel "Das Kopftuch muss einfach für alles herhalten" 

 

BBC zu Gast bei SOMM!

Im Rahmen einer Reportage von BBC rund um den EU-Gipfel in Salzburg am 20.9. über die Situation von MigrantInnen und Geflüchteten in Österreich besuchte eine Reporterin am 17.9. 2018 auch SOMM und führte ein Interview mit unserer Obfrau Khatera Sadr. Hier finden Sie den Bericht "Salzburg Summit: Austria leads anti-migrant drive at EU summit"

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Frauenpolitik ist mehr als Gewaltschutz

Feministische Organisationen protestieren gegen Förderkürzungen durch das Frauenministerium

Im Laufe des Monats Juni erhielten mehrere Einrichtungen, die feministische emanzipatorische Bildungs- und Informationsarbeit betreiben, vom Frauenministerium die Mitteilung, dass die Fördermittel für das laufende Jahr zur Gänze gestrichen oder empfindlich gekürzt werden. Der Entzug von vergleichsweise geringen Summen stellt für diese Organisationen, die ohnehin unter sehr prekären Bedingungen arbeiten, eine existenzielle Bedrohung dar.

SOMM schließt sich den österreichweiten Protesten gegen diese frauenpolitischen Kürzungen an. Hier geht's zur Presseerklärung Frauenministerin an die Frauenministerin.

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Englisches Theater in Graz genießen und SOMM unterstützen: 

"Trojan Barbie" - The Pennyless Players

19./21./22./23./24. Mai - Volkshaus

Ein Besuch der aktuellen Produktion der The Pennyless Players in Graz unterstützt heuer die Arbeit von SOMM und Zebra. Kommt zahlreich!!! Schon ab Samstag, 19.5.2018, Volkshaus Graz. Wir danken den Pennyless Players für diese wichtige AnerkePresseerklärungnnung unserer Arbeit.

Dieses Jahr bringen die Pennyless Players ein Stück von Christine Evans auf die Bühne: „Trojan Barbie" - a car-crash encounter with Euripides‘ "Trojan Women“. Beschreiben lässt sich das Stück als eine mutige Liebesgeschichte zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, die zeigt, dass die Schwächsten oft die richtigen Helden sind. Auch mit dieser Produktion sind die Pennyless Players am Puls der Zeit, zumal die Thematik Krieg, Flucht und Trauma seit mehreren Jahren Politik, Medien, aber auch zivilgesellschaftliche Tätigkeiten dominiert. Vor allem Frauen sind von diesen Thematiken betroffen.

AUFFÜHRUNGSTERMINE von „Trojan Barbie“: 19./21./22./23./24. Mai 2018 im Volkshaus Graz (Lagergasse 98a, 8020 Graz)
Beginn jeweils 20:00 Uhr (Spielzeit: ca. 1 h 45 Min), Einlass 19:00 Uhr.
Für Reservierungen schreiben Sie bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder reservieren Sie direkt auf https://pennylessplayers.wordpress.com/reserve-your-tickets/.

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Impressionen vom 10-Jahresjubiläum von SOMM

EinladungAm 29.11. 2017 feierte SOMM ihr zehnjähriges Jubiliäum mit der Festveranstaltung

SOMM! 10 Jahre Frauenpower mit Migrantinnen und Musliminnen

10 Jahres FeierViele Gäste, Grußbotschaften, Reden, Podiumsdiskussion, Buffet, Torte, Tanz - all dies bereicherte unsere Festveranstaltung.

Gekommen waren im Laufe des Tages rund 120 Frauen (mehrheitlich Migrantinnen und geflüchtete Frauen), um mit uns gemeinsam diesen besonderen Tag zu feieren. Eröffnet wurde die Veranstaltung von SOMM-Obfrau Khatera Sadr. Sie würdigte in ihrer Rede das Engagement aller Frauen, die SOMM in diesen Jahren begleitet haben. Zehn Jahre sind für eine Selbstorganisation von Frauen, Migrantinnen, Musliminnen eine lange Zeit -alleine solange Bestand zu haben gibt Anlass zu Stolz. 10 Jahre voller Höhen und Tiefen, 10 Jahre Engagement, innovative Projekte, Kampf um Anerkennung, Unterstützung von hunderten Frauen.

Im Anschluss daran waren VertreterInnen aus der Politik und Institutionen für ihre Grußworte geladen. Landtagspräsidentin Bettina Vollath übermittelte SOMM eine persönliche Grußbotschaft, mit der sie die jahrelange Arbeit von SOMM würdigte. Diese wurde von SOMM-Basisbildungstrainerin Indira Musaeva verlesen. Frauenstadträtin Tina Wirnsberger musste sich krankheitsbedingt kurzfristig entschuldigen. Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer betonte die besondere Rolle von SOMM, mit ihren Gesundheitsprojekte eine Gruppe von Menschen zu erreichen, die mit herkömmlichen Projekten kaum erreichbar sein. Die Frauenreferentin der Arbeiterkammer Steiermark Bernadette Pöcheim würdigte das Engagment von SOMM für den freien Zugang zum Arbeitsmarkt für kopftuchtragende Frauen und versicherte die Unterstützung der Arbeiterkammer für dieses Anliegen. Besonders wies sie auch auf den Erfolg bezüglich des aufgehobenen Kopftuchverbotes beim BFI Steiermark hin, den Helga Suleiman gemeinsam mit der Frauenreferentin der AK Steiermark erringen konnte. Marianne Pratl, evangelische Pfarrerin aus Leibnitz, sprach über die Bereitschaft von SOMM-Mitarbeiterinnen sich immer wieder im interreligiösen Dialog zu engagieren und drückte ihre Wertschätzung über die Hilfsbereitschaft aus, wenn beispielsweise Kolleginnen von SOMM mit ihren Sprachkompetenzen die Flüchtlingsarbeit in ihrer Pfarre unterstützen. Der Geschäftsführer des MigrantInnenbeirates der Stadt Graz strich den Wert von Selbstorganisationen in einer Gesellschaft hervor, dessen Bedeutung seiner Meinung in Österreich noch nicht ausreichend geschätzt wird.

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Somm Power                               

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Im Rahmen von IQRA führen wir derzeit wieder einen Basisbildungskurs für erwachsene Frauen durch. In den Projekten RAHMA, SAKINA und Elternberatung gibt es laufend sehr interessante Programme - für die aktuellen Termine können Sie gerne anrufen!

somm kurs kl