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Newsletter 2/2008

NEWSLETTER - NEWSLETTER – NEWSLETTER -NEWSLETTER
-NEWSLETTER-

 

 

SOMM- Selbstorganisation von und für Migrantinnen und Musliminnen

 



 

Wir freuen uns, die 2. Ausgabe unseres Newsletters präsentieren zu können:

 

Inhalt:

1.  Was bedeutet SOMM?

2.  Gleichbehandlungskommission stellt Diskriminierung fest

3.  NEUE Mitarbeiterinnen

4.  RAHMA-Kommunikationskurs

5.  NACHRICHTEN AUS ALLER WELT

 

 

1. Was bedeutet SOMM?

Selbst Wir Frauen von SOMM nehmen die Lösung unserer Probleme und die Erfüllung unserer Bedürfnisse selbst in die Hand, helfen und vertreten uns selbst und die, die von uns vertreten werden wollen;

Organisation von und für da wir selbst handeln wollen und können machen wir unsere Fähigkeiten sichtbar und verstehen uns als Expertinnen in unseren Bereichen

Migrantinnen & aus allen Ländern, verschiedener Religionszugehörigkeiten und Weltanschauungen

Musliminnen ob Migrantin oder nicht

 

2.  Gleichbehandlungskommission stellt Diskriminierung FEST

Frau B. wurde von einer Grazer Reinigungsfirma eingestellt, jedoch unter der Auflage, ihr Kopftuch bei der Arbeit nicht zu tragen. Begründet wurde dies mit der Rechtfertigung, dass vom konkreten Auftraggeber bzw. seinen KundInnen keine Frauen mit Kopftuch erwünscht seien.

Frau B. brachte mit Unterstützung von SOMM diese Diskriminierung vor die Gleichbehandlungskommission in Wien die u. a. für Diskriminierung aufgrund der Religion  zuständig ist.

Die Kommission stellte fest, dass dieser durch KundInnenwunsch formulierte generelle Ausschluss von „Frauen mit Kopftuch“ vom Gesetzgeber im Gleichbehandlungsgesetz (GlBG) als verbotene und schadenersatzbegründende Anweisung zur Diskriminierung geregelt ist. Auch jene Person, die andere Personen dazu „anstiftet“, jemanden zu diskriminieren ist schadenersatzpflichtig. KundInnen sollten von den AuftraggeberInnen auf die Vorgaben des Gleichbehandlungsgesetzes explizit hingewiesen werden.

 

3. Vorstellung NEUER MITARBEITERINNEN

Wir freuen uns, dass wir aufgrund der Förderung des Gesundheitsressorts des Landes Steiermark drei neue Mitarbeiterinnen für unseren muttersprachlichen Besuchs- und Begleitdienst RAHMA einstellen konnten.

 

Wir haben unsere neuen Mitarbeiterinnen gefragt, warum sie bei uns arbeiten:

Frau Chedi Arzujewa aus Tschetschenien: „Mir gefällt es, Leuten zu helfen. Ich kann meine sozialen Fähigkeiten gut einbringen und es erfüllt mich mit Befriedigung, meine Aufgaben zu erfüllen.“

Frau Samira Mohamed aus Ägypten: „Meine Kolleginnen sind alle Frauen. Ich betrachte meine Arbeit in SOMM als einen Karriereschritt. Ich möchte in meinem Leben gerne etwas erreichen. In Ägypten habe ich als Export- Importspezialistin und als Sekretärin gearbeitet. Es geht mir auch um das eigene Einkommen, obwohl mein Mann für alles Finanzielle aufkommt. Das gibt mir Selbstbestätigung. Vielleicht ist diese Arbeit ein Schritt in die Zukunft und ich bekomme dadurch einen anderen Job.“

Frau Khatera Sadr aus Afghanistan: „Mein Wunsch war immer, in so einem Umfeld zu arbeiten. Wir sind alle Musliminnen. Ich sage jeden Tag „Gott sei Dank habe ich diese Arbeit“.“

auch unser SOMM-Team hat mit Frau Rachida Lamsikine aus Marokko Verstärkung bekommen. „Ich arbeite bei SOMM, weil dort geholfen wird. Wer jemandem in der Not hilft, dem hilft auch Gott in der Not. Ich kenne einige meiner Kolleginnen schon lange. Hier gibt es Mitmenschlichkeit.“

 

4. RAHMA-Kommunikationskurs

Der Fortsetzungskurs des Kommunikationstrainings für die Mitarbeiterinnen unseres RAHMA Besuchs- und Begleitdienstes hat gestartet! Der Kurs findet wöchentlich statt. Die Teilnehmerinnen stammen aus verschiedensten Ländern, wie Afghanistan, Ägypten, Tschetschenien, Afghanistan, Iran, Marokko, Yemen.

Behandelt werden Themen, die im Arbeitsalltag der Begleiterinnen eine Rolle spielen: beispielsweise Arztgespräch, Terminvereinbarung, Antidiskriminierung und soziale Fragen.

 

Nachrichten aus aller Welt

 

Graz: Straßenmagazin Megaphon: „Starker Wille unterm Kopftuch“
Eine Migrantin erzählt über ihren steinigen Weg in den österreichischen Arbeitsmarkt.
Lesen Sie nach: Megaphon, Nr. 159 Dezember 2008


Wien: Framing the Muslim Headscarf: Policy debates and regulations in Europe
Internationale Konferenz tagte am 20./21.11.2008 in Wien.
Weitere Infos unter: www.veil-project.eu

 

Norwegen: Wegwerf-Kopftuch fürmuslimische Mitarbeiterinnen

Ein Lebensmittelkonzern stellt für seine muslimischen Mitarbeiterinnen hygienische Einweg-Kopftücher bereit. Die Arbeitsbedingungen müssten der Vielfalt der Angestellten entsprechen, erklärt die Konzerndirektorin. Etwa ein Fünftel der Angestellten sind Muslime. „Wir sind auf der Suche nach neuen Mitarbeitern und das Kopftuch soll kein Hindernis für die Menschen sein, bei uns zu arbeiten", sagte die Konzerndirektorin.Lesen Sie den Bericht in der Presse vom 7.11.2008: http://diepresse.com/home/panorama/welt/428279/index.do?_vl_backlink=/home/panorama/index.do

Österreich: Arbeitskraft von MigrantInnen liegt brach
Jede/r fünfte MigrantIn in Österreich ist für ihren/seinen Job zu hoch qualifiziert (Quelle: OECD-Studie). Andere Länder gehen mit ihren ZuwanderInnen effizienter um: In der Schweiz sind nur 12,5 Prozent der MigrantInnen überqualifiziert. Auch sind Menschen mit ausländischen Wurzeln öfter arbeitslos. Überproportional vertreten sind MigrantInnen in Branchen, die eine geringe Bildung voraussetzen und in denen wenig bezahlt wird.
In die Führungsetagen großer Konzerne schaffen es MigrantInnen kaum. Von 217 Aufsichtsräten der ATX-Unternehmen hatten im Jahr 2007 gerade 19 ausländische Wurzeln, sie stammten allerdings aus „westlichen“ Ländern.

Die Suche nach MitarbeiterInnen mit ausländischen Wurzeln, das „Diversity Management“, ist in Österreich noch immer Minderheitenprogramm, aber die Förderung der Vielfalt in Unternehmen wird immer mehr zum Thema.

Nähere Informationen finden Sie unter: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/428795/index.do?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do 7.11.2008



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SOMM - SelbstOrganisation von und für Migrantinnen und Musliminnen

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Tel + Fax: 0316/76 30 80

www.somm.at