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Newsletter 5/2009

Newsletter 5

SOMM - SelbstOrganisation von und für Migrantinnen und Musliminnen

 

Wir freuen uns, die 5. Ausgabe unseres Newsletters präsentieren zu können.

Lassen Sie sich mit unserem Newsletter stets über Neuigkeiten ausunserer Selbstorganisation informieren und erfahren Sie Einiges aus der Welt.

SOMM Tätigkeiten

 

Erfolg für Kopftuchträgerinnen am Arbeitsplatz…

Warschau: Grundtvig Lernwerkstätte Muttersprache…

Migration, Suizid, Islam – Impulsreferat bei J.E.S.S.S….

Interviews mit Mitarbeiterinnen…..

SOMM Mitglied im Grazer Frauenrat…

Mädchengruppe Aktivitäten……

Alphalaboratorium im Sommer….

Praktikantin in SOMM….

Unsere Besucherinnen….

Teilnahme an Workshops /Netzwerkarbeit…

SOMM Betriebsausflug und Fest…

Nachrichten aus aller Welt

Grußwort zum Ramadan von Islamischer Gemeinde Österreichs…

Protest gegen die Gefährdung der Al-Aqsa Moschee in Jerusalem…

Kopftuch angezündet…

Marwa El-Shirbini getötet…

Afrika pflegt Europa…

MigrantInnenkinder werden häufiger in Obhut genommen…

Veranstaltungshinweis 27.10. 2009…..

 

 

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Erfolg für Kopftuchträgerinnen am Arbeitsplatz…

Im Februar 2007 hat sich eine mutige Muslimin dazu entschlossen, die Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW) anzurufen. Sie hatte sich in einem großen Grazer Textilreinigungsbetrieb vorgestellt, wurde jedoch nicht aufgenommen, weil sie sich weigerte ihr Kopftuch während der Arbeit abzunehmen. In der ersten Verhandlung vor dem Senat II argumentierte die Firma mit Sicherheitsbedenken und bekam Recht.

Daraufhin strengte die GAW ein Gerichtsverfahren an und argumentierte damit, dass es Möglichkeiten des Kopftuchtragens gibt, die den Sicherheitsbestimmungen entsprächen. Die GAW brachte Beispiele von Textilreinigungsbetrieben in Österreich vor, die das Tragen des Kopftuchs in der Arbeit sehr wohl ermöglichen.

Daher sei „ein generelles Kopftuchverbot unverhältnismäßig und stelle eine Diskriminierung auf Grund der Religion dar“, argumentierte die GAW.

Im April 2009 wurde das Verfahren in Graz mit einem Vergleich beendet.

Die Firma verpflichtete sich darin, Kopftücher in Amira-Form in Zukunft zuzulassen und handelte so im Sinne des Rechts auf Gleichbehandlung und freie Religionsausübung.

Wir erkennen an diesem Beispiel, wie viel eine einzige Frau für alle anderen erreichen kann. Frau/Migrantin/Muslimin kann sehr wohl erfolgreich sein, wenn sie ihre Rechte einfordert.

Sie wird darin unterstützt: Die Gleichbehandlungsanwältin hat mit ihrem Einsatz bewiesen, dass sie die Rechte der Migrantinnen und Musliminnen auf dem Arbeitsplatz sehr ernst nimmt und mithilft, die Gesetzesparagraphen vom Papier in die Praxis zu übertragen.

 

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Warschau: Grundtvig Lernwerkstätte Muttersprache…

Grundtvig in Warschau: Eine interkulturelle Gruppe von SOMM, bestehend aus sechs Frauen aus Afghanistan, Iran, Tschetschenien, Deutschland und Österreich, war im Rahmen des Grundtvig - Projektes „Kulturelle Vielfalt in Europa - Wie geht das alles unter einen Hut?“ vom 1.-3.10.2009 zu Besuch bei der katholischen Drogentherapieeinrichtung KARAN in Warschau/ Polen, um an der dritten Lernwerkstätte im Rahmen der Partnerschaft teilzunehmen.

 

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Migration, Suizid, Islam – Impulsreferat bei J.E.S.S.S…. SOMM hat an den Schwerpunkttagen „ Suizid: Prävention Information Trauer.  Lebensmüde ?  Mut zum Leben J.E.S.S.S.S ! Ja! Entspannt Scheitern statt Selbstaufgabe Sucht Selbsttötung“  vom 10.09.09 bis 13.09.09  mit dem Thema „Migration, Suizid und Islam“ teilgenommen. Die Schwerpunkttage wurden vom Verein Verwaiste Eltern –Leben mit dem Tod eines Kindes, dem Suizid eines Angehörigen- organisiert.

SOMM Mitarbeiterin Selma Hajdarevi?-Kurtali? ging in ihrem Impulsreferat „Migration, Suizid  und Islam“ ….

 

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SOMM Mitglied im Grazer Frauenrat

Bei der Sitzung des Grazer Frauenrates vom 30. 9. 2009 wurde der Antrag von SOMM auf Mitgliedschaft einstimmig von allen anwesenden Frauen angenommen. Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung und hoffen in diesem Netzwerk unser Engagement gegen Diskriminierung und Gewalt noch besser zur Entfaltung bringen zu können.

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Mädchengruppe Aktivitäten……

Im Juni hat die Mädchengruppe gemeinsam mit Khatera Sadr und Astrid Gschiel am künstlerischen Workshop „Raus aus der Box“ teilgenommen. Dieses Projekt  wurde von Mafalda in Kooperation mit uniT und ISOP in der Belgiergasse 7/Graz für Mädchen und junge Frauen zwischen 15 und 24 Jahren, die Perspektiven für ihr Leben entwickeln möchten, umgesetzt. Das Postkartenbasteln hat den Mädchen sehr gefallen.

 

Am 27. September hat die Mädchengruppe zusammen in einer schönen Atmosphäre das islamische Aid-Fest gefeiert. Wir haben über Ramadan und Aid gesprochen und zusammen gefrühstückt. Die Mädchen haben Selbstgebacktes mitgebracht. Wir haben lustige Quiz gemacht und Preise verteilt.

 

Im September haben unsere Mädchen beim Projekt J.E.S.S.S.S! teilgenommen. Sie sind in der Kletterhalle des Jugend- und Familiengästehauses geklettert und haben anschließend im Seminarraum mit Frau Hanna Caspaar und ihrer Kollegin   über die Themen Angst und Selbstmord gesprochen. Es war ein sehr nützliches Gespräch für die Mädchen.

 

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Alphalaboratorium im Sommer….

Unsere Kursteilnehmerinnen vom Projekt „Alphalaboratorium“ haben sich ein paar Mal zur Leseecke in der Sommerzeit getroffen. Sie haben gemeinsam Geschichten aus dem Alltag in Afghanistan und der Türkei gelesen und Spaß gehabt.

 

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Praktikantin in SOMM….

SOMM- Praktikantin in den Sommermonaten war Frau Kerstin Lieb. Sie studiert Ethnologie und Kulturanthropologie im 11. Semester mit Wahlfächern aus der Religionswissenschaft.

Frau Lieb hat einen Interviewleitfaden für Mädchen und junge Frauen ausgearbeitet und die Befragung über ihre gesundheitlichen Bedürfnisse durchgeführt.

 

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Unsere Besucherinnen….

Im August haben wir zwei liebe Besucherinnen in SOMM begrüßt. Sara Muri?-Koloni?, sie war Projektmitarbeiterin und Kursleiterin im EU-Projekt Marhama und Šejla Kari?-Kova?, die Marhama geleitet hat. Wir erinnerten uns an die schönen Tage der Zusammenarbeit. Weiters tauschten wir uns über Diskriminierungserfahrungen aus und analysierten die aktuelle Situation für MigrantInnen und MuslimInnen am LKH Graz. Wir fragten uns: Hat unsere Arbeit Veränderungen in Sensibilisierung für und in Umsetzung von transkultureller Pflege bewirkt? Wird heute eine kultur- und religionssensible Umgangskultur am LKH Graz gefördert und gepflegt?

 

 

Im Ramadan begrüßten wir Gäste vom Verein Rotor zu einem Fastenbrechen in den Al-Nur Gebetsräumen in der Neubaugasse 76.

Rotor  ist ein Kunstverein in Graz und  Österreich. Wir haben gemeinsam mit Frau Isa Rosenberger und ihren Kolleginnen  über den Islam gesprochen und die Atmosphäre des Iftar im Monat Ramadan genossen.

 

 

Im September hat uns Frau Podlesnik Svijetlana vom MigrantInnenbeirat Graz besucht. Beim gemütlichen Zusammensitzen hat sie SOMM-Mitarbeiterinnen über die Aufgaben und Ziele des MigrantInnenbeirates informiert.

Wir haben uns mit Frau Podlesnik über die schwierige Situation der MigrantInnen in Graz unterhalten und darüber, welche Anstrengungen der MigrantInnenbeirat, vor allem ehrenamtlich leistet, um die Interessen der MigrantInnen im Gemeinderat zu vertreten. SOMM hat die Anliegen muslimischer Frauen dargelegt. Im Gespräch haben wir festgehalten, wie vielfältig Selbstorganisationen sind und wie wichtig sie für Empowerment und Partizipation ihrer Mitglieder sind. In hohem Maße tragen sie zur multikulturellen Weiterentwicklung der Mehrheitsgesellschaft bei.

 

 

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Teilnahme an Workshops /Netzwerkarbeit…

 

Im Juni 2009  hat ein Workshop über Diskriminierung bei ISOP stattgefunden. An den ExpertInnengesprächen mit Daniela Grabovac (Helping Hands), Elke Lujansky-Lammer (Gleichbehandlungsanwältin Steiermark), Seagull Ondas (Leiter der Workshopreihe), Dieter Schindlauer (ZARA) mit Präsentationen der Ergebnisse aus der  Workshopreihe „Diskriminierungserfahrungen“, haben unsere Kolleginnen Astrid Gschiel und Khatera Sadr  teilgenommen. Sie thematisierten Diskriminierungserfahrungen aus der Sicht von Musliminnen und Migrantinnen und brachten Antidiskriminierungsstrategien  ein.

 

Unsere Kolleginnen Khatera Sadr und Astrid Gschiel haben im Juli mafalda, den Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen besucht. Dieser Verein ist eine unabhängige, gemeinnützige Mädcheneinrichtung.

Unsere Kolleginnen haben Frau Barbara Schmid und ihre Kolleginnen getroffen und über Bedürfnisse von muslimischen und migrantischen Mädchen gesprochen. Mafalda-Mitarbeiterinnen haben ihre Angebote, zum Beispiel den Selbstverteidigungskurs, vorgestellt.

 

Am 7. Oktober fand ein Workshop in Friedensbüro statt. Das Friedensbüro Graz arbeitet seit einiger Zeit am Projekt „Kulturen fair- stehen“. Dabei geht es um das Sammeln von Informationen, das Erklären von kulturellen Unterschieden und in Folge um die Erstellung von Materialien, die die PädagogInnen im sensiblen Umgang mit kulturellen Besonderheiten ihrer SchülerInnen unterstützen.

Unsere Kolleginnen Frau Khatera Sadr und Astrid Gschiel haben an

diesem Workshop teilgenommen und gemeinsam mit interkulturellen

Lehrerinnen und Friedensbüromitarbeiterinnen an der Gestaltung der

Mappe gearbeitet.

 

An der Arbeitsgruppe Kollegiale Beratung/Coaching/Weiterbildung des Projekts „Mädchengesundheit“ des Frauengesundheitszentrums am 7. Oktober hat Astrid Gschiel teilgenommen. Vereinbart wurden gegenseitige Besuche in den Organisationen, inhaltlicher Austausch und Förderung der Nutzung der Angebote der PartnerInnenorganisationen durch die Mädchengruppen.

 

 

Das Frauenreferat der Arbeiterkammer organisierte gemeinsam mit der Gleichbehandlungsanwaltschaft und den ÖGB-Frauen am 8.10. eine Veranstaltung zum Thema "30 Jahre Gleichbehandlungsgesetz".

Neben diversen Impulsreferaten gibt es eine Podiumsdiskussion mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Unsere Kollegin Astrid Gschiel konfrontierte die Ministerin mit der Tatsache, dass Frauen und MigrantInnen Hauptleidtragende der derzeitigen Weltkrisensituation sind. Die Frauenministerin kündigte für 2010 einen Arbeitsschwerpunkt „Migrantinnen“ an. SOMM blickt der Umsetzung dieses Arbeitsschwerpunktes mit Interesse entgegen.

 

Am 7. Oktober haben Frauen vom Verein Freiraum Leibnitz unser Büro besucht und mit Kollegin  Frau Arezoo Hashemi gesprochen. Sie haben sich gegenseitig die Angebote der beiden Vereine vorgestellt und über eine mögliche Vernetzung gesprochen, da beide Frauenvereine sind und Angebote für Migrantinnen haben. Sehr interessant hat SOMM gefunden, dass beim Verein Freiraum eine Migrantin auch Mehrheitsangehörige berät. Ein Gegenbesuch in Leibnitz wurde vereinbart.

 

Nach der Auftaktveranstaltung der Steir. Integrationsplattform, an der SOMM-Mitarbeiterinnen Frau Arezoo Hashemi und Frau Roswitha Al-Hussein teilgenommen haben, freuen wir uns auch über Teilnahme am Arbeitskreis „Gesundheit und Soziales“, der von Wolfgang Gulis (Zebra) und Edith Abawe (MigrantInnenbeirat Graz) geleitet wird. Frau Türkan Sarac Lacin und Frau Roswitha Al-Hussein nehmen für SOMM neben anderen VertreterInnen von NGOs, SOMs und RepräsentantInnen der Gemeinde- und Landesverwaltung teil. Ziel des Arbeitskreises ist es, Vorschläge für das Integrationsleitbild des Landes Steiermark im Gesundheits- und Sozialbereich zu erarbeiten. Der Arbeitskreis hat sich bis jetzt zweimal getroffen.

 

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SOMM Betriebsausflug und Fest…

 

 

Unser Team hat den Monat Juli mit einem schönen Ausflug nach Wien begonnen. Wir haben dort Frau Zeyneb Elibol Hochschuldirektorin in der Islamischen Fachschule für Soziale Bildung ISF und Preisträgerin des Frauenpreises 2008 in der Kategorie „Bildung“ besucht.
Die Berufsorientierte Islamische Fachschule für Soziale Bildung ist eine von der Islamischen Religionsgemeinde Wien erhaltene Schule. Sie schließt an die 8. Schulstufe an und umfasst drei Schulstufen. Durch den Besuch der ersten Schulstufe der Islamischen Fachschule wird das 9. Schuljahr der allgemeinen Schulpflicht erfüllt. Die dreijährige Fachschule ist auch eine vorbereitende Ausbildung für verschiedene Sozial- und Pflegeberufe. Sie ist eine Orientierungshilfe und trägt zur Klärung der persönlichen Begabungen und Eignungen für eine weitere Sozialberufsausbildung bei. Ein viertes Jahr, das in Planung ist, soll die SchülerInnen auf weitere Berufs- oder Studiermöglichkeiten vorbereiten. Weiters besteht auch die Möglichkeit im Anschluss an das dritte Jahr die Lehranstalt für Heilpädagogische Berufe (ab 18), die Fachschule für Altendienste und Pflegehilfe (ab 19) oder den Lehrgang für Heimhilfe (ab 19. J) zu besuchen. Die religiösen Fächer unterstützen Hilfeleistungen im seelsorgerischen Bereich.

 

Am Nachmittag dieses Tages haben wir das Islamische Zentrum Imam Ali besucht. Dieses Zentrum ist ein Ort für islamische Bildung und Kultur, der durch die Anwesenheit kompetenter muslimischer Geistlicher sowohl Muslimen als auch Nichtmuslimen die Möglichkeit bietet, den Islam kennen zu lernen und zu erkunden.
In diesem Sinn ist  dieses Zentrum auch Ort der Begegnung von Muslimen der verschiedensten Nationalitäten und Rechtsschulen und auch Ort der Begegnung zwischen Muslimen und Nichtmuslimen.

 

 

 

 

Am 23 September, hat anlässlich des Aidfestes zum Ende des Ramadan unser Verein im Cafe Palaver mit Frauen aus verschiedenen Länder gefeiert. Wir haben kurze, lustige Geschichten von Nasreddin Hodscha in spielerischer Form vorgeführt und uns gut unterhalten. Frau Sadr hat für Radio Helsinki Projekt „Annenstraße“ eine Sendung über das Aid-Fest aufgenommen und dafür mit Frauen am Fest Interviews durchgeführt.

 

 

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Nachrichten aus aller Welt

Grußwort zum Ramadan von Islamischer Gemeinde Österreichs…

Ramadan gilt im muslimischen, am Mondkalender orientierten Jahreskreis als „Sultan der Monate“. Und tatsächlich bietet die besondere Stimmung dieses Monats einen Ansporn, hier Maßstäbe für eine sinnerfüllte und damit von Zufriedenheit und innerem Ausgleich geprägte Lebensführung zu setzen. So sollte der Ramadan zum Motor für das das ganze Jahr werden…

Protest gegen die Gefährdung der Al-Aqsa Moschee in Jerusalem…

Protest gegen die Gefährdung der Al Aqsa Moschee

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich teilt die große Sorge um die Zukunft der muslimischen heiligen Stätten in Jerusalem, die momentan durch Abbruch- und Ausgrabungsarbeiten der israelischen Besatzung gefährdet werden…

Kopftuch angezündet…

An einer Grazer Schule wurde das Kopftuch einer Schülerin von zwei Schulkolleginnen angezündet. Glücklicherweise war dieses nicht aus leicht entzündlichem Material und es entstand zumindest kein körperlicher Schaden. Lesen Sie dazu das Interview mit Frau Al-Hussein, Obfrau von SOMM.

Frau Amina Baghajati, Medienreferentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft, meinte in einer Stellungnahme dazu, dass dieser Vorfall an einer Grazer Schule als Reaktion mehr als nur eine Schlagzeile in den Medien und momentanes Entsetzen auslösen, sondern als Weckruf verstanden werden solle.

Marwa El-Shirbini getötet…

Am 1. Juli 2009 wurde in Dresden die aus Ägypten stammende, in Deutschland lebende Marwa El-Shirbini während einer Gerichtsverhandlung von Alex W. mit 18 Messerstichen ermordet.

In der Presse wurde über diesen Fall mit Schlagzeilen wie „Streit um Spielplatz“ und „Mord wegen Streit um Schaukel“ berichtet. Diese verzerrte Berichterstattung ist zu kritisieren. In den Medien hätte vielmehr der Mord an Frau El-Shirbini, die sich islamophobe Beleidigungen nicht gefallen lassen wollte, scharf verurteilt werden müssen. Es fehlte nicht nur eine sachliche Berichterstattung, sondern es wurde sogar versucht eine Täter-Opfer-Umkehr vor zu nehmen. Lesen Sie weiter…

Afrika pflegt Europa…

Europas Bevölkerung altert. Gleichzeitig mangelt es weltweit an     Pflegepersonal, besonders in Afrika. Denn dort finden die Industrieländer die Pflegekräfte, die ihnen fehlen und die gerade in Afrika selbst dringend gebraucht werden, da sich die afrikanische Bevölkerung bis 2050 verdoppeln dürfte. In einem interessanten Beitrag auf arte-tv wird diese Problematik verdeutlicht.

MigrantInnenkinder werden häufiger in Obhut genommen…

Im Jahr 2008 haben die Jugendämter in Deutschland 32 300 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das sind rund 4 100 (+ 14,4%) mehr als 2007. Gegenüber dem Jahr 2005 beträgt die Steigerung sogar 26%. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der FDP hervor. Aus der Statistik ist weiter zu entnehmen, dass insbesondere die ausländischen Kinder von den sogenannten vorläufigen Schutzmaßnahmen betroffen sind.

Der Anteil der in Obhut genommenen Nichtdeutschen liege nach Informationen der Bundesregierung im Bundesdurchschnitt bei etwa 18 Prozent. Diese Verteilung bestätigt sich für Länder wie Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder auch Schleswig-Holstein.

Es wäre zu untersuchen, ob diese Daten auch für Österreich Gültigkeit haben. Verschiedene Erfahrungen von MigrantInneneltern lassen dies vermuten. SOMM meint, dass es dringenden Bedarf an solch einer Erhebung auch für Österreich gibt. Diese Erhebung muss auch die Gründe für das Agieren der Behörden analysieren.

 

Veranstaltungshinweis 27.10. 2009…..

Am 27. 10. 2009 findet in Graz Vortrag und Diskussion „Kulturkampf als Mittel der Kriegspropaganda“ mit der Medienwissenschaftlerin Dr. Sabine Schiffer statt. Thema ist das Islambild in den Medien und seine Hintergründe. Lesen Sie mehr zur Veranstaltung unter www.friedensplattform.at